Wir freuen uns über den Stiftungspreis der Stiftung “Lebendige Stadt“

Überreichung der Auszeichnung für Neustadt in Holstein Die Stiftung „Lebendige Stadt“ hat die Stadt Karlsruhe für „das schönste Stadtfest“ mit ihrem diesjährigen Stiftungspreis ausgezeichnet. Weitere Auszeichnungen erhielten die Stadtfeste in Berlin Treptow-Köpenick, Budapest, Neustadt in Holstein und Nürnberg. Für den Preis wurden 631 Bewerbungen aus dem In- und Ausland eingereicht.

Stadtfeste im europaweiten Wettbewerb

Mit einem europaweiten Wettbewerb hatte die Stiftung Stadtfeste gesucht, die einen Beitrag zur Identitätsbildung der Stadt genauso wie zur Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Stadt oder ihrem Stadtteil leisten. Dazu zählt die Partizipation der Bevölkerung durch Einbringen von Ideen und persönlichen Beiträgen. Das Stadtfest sollte sich durch Kreativität in der Planung und Ausgestaltung auszeichnen und von der Bevölkerung getragen werden. Die Deutsche Bahn AG war Förderer des Stiftungspreises.

„Der Wettbewerb hat gezeigt: Stadtfeste tragen in hohem Maße zur Identität und zur Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Stadt bei. Das Engagement und die Kreativität bei der Gestaltung von Festen sind groß. Besonders lobenswert sind die vielen privaten Initiativen, die nicht nur die öffentlichen Kassen entlasten, sondern auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern“, so Alexander Otto, Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung „Lebendige Stadt“.

Preisverleihung am 11. Juni 2013

Die Preisverleihung fand am Abend des 11.6.2013 vor rund 600 Gästen am Flughafen Tempelhof in Berlin statt. Zu den Laudatoren zählten Heinz Buschkowsky (Bezirksbürgermeister Neukölln), Peter Harry Carstensen (Ministerpräsident a. D.), Niclas Karoff (Geschäftsführer TLG Immobilien), Kaspar Kraemer (Architekt), Wolfgang Tiefensee (Bundesminister a. D.) und Guido Verhoefen (Leiter Marketing und Geschäftsentwicklung DB Regio AG).

Auszeichnung des europäischen folklore festivals

In den Nachkriegsjahren wurde die Kultur in Neustadt in Holstein durch den Zuzug von Flüchtlingen aus dem Ostseeraum vielfältiger. Das war 1951 Anlass für die erste „Deutsche Trachtenwoche“ – das heutige europäische folklore festival. Das zehntägige Fest zählt heute rund 50.000 Besucher und findet auf dem historischen Marktplatz statt, der dann zum „Europäischen Markt“ und „Tanzparkett“ wird.

Veranstalter ist der ebenfalls 1951 gegründete „Verein Europäischer Trachtenwoche an der Ostsee e. V.“. Der Verein lädt alle drei Jahre nationale und internationale Folkloregruppen ein, die im eigenen Land eine hohe Anerkennung genießen. Die rund 400 Tänzerinnen und Tänzer werden durch den Verein für die Zeit des Festes bei Familien untergebracht. Darüber findet auch außerhalb der Festaktivitäten ein interkultureller Austausch statt. Neben europäischen werden seit einiger Zeit auch außereuropäische Folkloregruppen eingeladen. Als Würdigung ihrer Bemühungen um den interkulturellen Austausch wurde der Stadt Neustadt in Holstein 1969 vom Europarat der Titel „Europastadt“ verliehen.

Neben dem interkulturellen Austausch überzeugt das europäische folklore festival durch die hohe Identifikation seiner Bürgerinnen und Bürger mit der Veranstaltung und seine identitätsstiftende Wirkung auf die Stadt.

Die Stiftung „Lebendige Stadt“

Die Stiftung „Lebendigen Stadt“ hat ihren Stiftungspreis in diesem Jahr zum dreizehnten Mal verliehen. In den letzten Jahren gingen Preise nach Griesheim (2009: Kinderfreundliche Mobilität), Arnsberg (2010: Seniorenfreundlichste Stadt), Hiddenhausen und Ingelheim a. R. (2011: Unverwechselbare Stadt) sowie Schwerin (2012: Barrierefreie Stadt).

In der Stiftung „Lebendige Stadt“ arbeiten Persönlichkeiten aus Kultur, Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Medien zusammen, um gemeinsam die kulturelle Vielfalt und Lebendigkeit der europäischen Städte zu fördern. Das angeschobene Fördervolumen beläuft sich auf rund 27 Millionen Euro. Zu ihren Förderprojekten zählen die Grüngestaltung des Essener Krupp-Parks, die künstlerischen Illuminationen des Berliner Reichstagsgebäudes und Kölner Rheinufers sowie die Neugestaltungen des Hamburger Jungfernstiegs und Leipziger Nikolaikirchhofs. In diesem Jahr hat die Stiftung eine große Offensive zur Illumination von Bahnunterführungen gestartet, wodurch 31 Brücken in 24 Städten neues Licht erhalten. Weitere Informationen zur Stiftung „Lebendige Stadt“ finden Sie unter www.lebendige-stadt.de.